Winterwonderland

Hallo ihr Lieben,
frische Luft, Sonne, viel Bewegung und die liebsten Menschen um einen herum ist das beste Rezept, um wieder fit zu werden. Wenn einem dabei auch noch das Glück zusteht alle Dinge zusammen im Urlaub, an einem wunderschönen Ort zu genießen, wurde alles richtig gemacht.

Ich hatte gerade letzte Woche das Glück mit meiner ganzen Familie, meiner besten Freundin Vanessa und Freunden von meinem Stiefvater Bodo und meiner Mama in Fiss in Österreich eine unvergessliche Woche zu verbringen, wo wir unter anderem den Geburtstag von Bodo gefeiert haben. 19 Beitrag ZirbenhütteEs war wunderschön. Leider musste ich dieses Jahr auf das Skifahren verzichten, weil ich noch zu wenig Kraft habe und das komplette Gefühl in meinem rechten Fuß noch nicht wieder zurückgekehrt ist. Allerdings konnte ich den Urlaub dadurch auf eine andere Art und Weise genießen. Wir sind viel spazieren gegangen, da wird einem erst richtig bewusst, wie magisch der Ort um einen herum ist. Trotz der zwei Gruppen von Skifahrern und Fußgängern haben wir uns immer im Laufe des Tages wiedergesehen. Die Skifahrer sind die Piste heruntergefahren und wir Fußgänger haben eine kleine Wanderung zu einer Alm/Hütte gemacht, wo wir oft mittags noch gemeinsam mit den Skifahrern etwas gegessen und getrunken haben. Es war die ganze Zeit eine Verbindung zwischen uns allen da. Es wurde viel gelacht und aufeinander Rücksicht genommen. Nachmittags sind wir oft in die Sauna gegangen, um gegen den Muskelkater anzugehen, was bei mir leider nicht so richtig funktioniert hat. Weil mir am vierten Tag alles weh tat und die Strecke zu unserem Ziel etwas zu lang für mich war, wurden Vanessa und ich zu unserem „Bedauern“ mit einem Skido gefahren. Ich kann euch sagen, das war sooo der Hammer!!! Noch besser als Achterbahnfahren. 😀 19 Beitrag SkidoEine Stunde, nachdem wir wieder in unserer Unterkunft waren, war mein Adrenalinschub immer noch nicht weg. Also hatte es doch etwas Gutes, dass ich dieses Jahr kein Ski fahren konnte und meine Kraft noch nicht wieder zu 100% da ist, sonst hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt mit einem Skido über eine rote Piste zu rasen beziehungsweise gefahren zu werden.

Das Besondere an diesem Urlaub war für mich unter anderem auch, dass meine beste Freundin dabei war. Wir kennen uns jetzt schon 10 Jahre und sie war jeden einzelnen Tag für mich da. Auch im Urlaub hat sie mich unterstützt. Sie hat sich meinem Tempo angepasst und mir immer einen Arm gereicht, wenn ich ihre Hilfe brauchte. Sie versteht mich einfach blind. Ich weiß, dass sehr zu schätzen und wünsche euch allen, dass ihr auch jemanden an eurer Seite habt, der euch so viel bedeutet, wie mir Vanessa. Ohne sie wäre der Urlaub nicht annähernd so schön gewesen und ich hatte immer jemanden bei mir, mit dem ich meine Eindrücke und Erfahrungen direkt teilen konnte.

Insgesamt betrachtet war der Urlaub also wunderschön, da einfach ein tolles Ereignis auf das nächste gefolgt ist. Ich konnte viel Zeit mit meinen liebsten Menschen verbringen, konnte mich erholen, über meinen eigenen Schatten springen und habe mal wieder entdeckt, wie viel ich eigentlich schaffen kann. Ich bin gerade wirklich stolz auf mich, was ich in dem Urlaub alles geschafft habe. Oft muss ich es vielleicht langsamer angehen lassen als andere, aber ich schaffe es trotzdem immer wieder meinen Anforderungen an mich selbst zu übertreffen. Jetzt heißt es aber erstmal in Bewegung zu bleiben und weiter Kraft aufzubauen, damit ich noch fitter werde und weitere Strecken laufen kann.

XO Kristin

 

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Neuanfang

Hallo ihr Lieben,
Neues Jahr – neues Glück. Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber bei mir ging das Jahr wie im Fluge um. Es ist letztes Jahr viel passiert, es waren viele schöne Dinge dabei, aber ich und vielleicht auch ihr wurdet mit ein paar schwierigeren Prüfungen konfrontiert, die euer Leben vielleicht komplett auf den Kopf gestellt haben. Aber nun beginnt ein neues Jahr, auf das sich nun von ganzem Herzen konzentriert wird. Wie es auch so schön heißt: „Neues Spiel — neues Glück“.
Mein Jahr hat leider etwas holprig geendet und ist auch etwas holprig gestartet, da meine Nierenwerte, wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, nicht so gut waren und sich leider über die Feiertage noch einmal enorm verschlechtert haben. Deshalb hat mich mein Nephrologe Anfang des Jahres wieder ins UKE geschickt, damit ich noch einmal durchgecheckt werde. Das hieß mal wieder, damit ich noch am Montag ein Bett bekomme, dass ich Sonntagnachmittag in die Notaufnahme musste, wo ich wie jedes Mal aufs Neue eine Nacht schlafen musste, bis mir endlich ein Zimmer zugeteilt wurde. Irgendwie dachte ich am Anfang, dass diese Zeit im Krankenhaus nicht von Nöten gewesen wäre, weil sie einfach nur einmal am Tag meine Blutwerte kontrolliert haben und mehr nicht. Aber einen Tag, bevor ich nach Hause durfte, haben sie beim Ultraschall gesehen, dass ich eine Entzündung in der Niere habe, die durch ein Antibiotikum, das ich wegen meiner Erkältung bekommen habe, ausgelöst wurde. Weil sie sich zuerst allerdings nicht zu 100% sicher waren, wurde abends plötzlich einfach eine neue Biopsie für den nächsten Tag angesetzt, was mich natürlich die ganze Nacht mal wieder wachgehalten hat. Am nächsten Morgen habe ich dann erfahren, dass die Biopsie doch nicht nötig sei und ich mit einer Kortisontherapie heute noch nach Hause darf. Das war jetzt gerade letzte Woche Mittwoch. Damit meine Nierenwerte ab jetzt immer kontrolliert werden, gehe ich bei mir um die Ecke zu einem Nephrologen, der mich sehr unterstützt und weiter behandelt.

Letzten Freitag war es dann mal wieder soweit… das nächste CT von meinem Becken stand an. Dazu habe ich nun vor vier Tagen die Ergebnisse bekommen. Ich kann es ehrlich gesagt noch gar nicht glauben, aber der Tumor ist nochmal fast um 2cm kleiner geworden! Damit hat mein behandelnder Arzt nicht mehr gerechnet, was ihn, meine Familie, Freunde und mich natürlich überglücklich gemacht hat. Mit etwas Glück kann es sogar sein, dass der Tumor genau an der richtigen Stelle kleiner geworden ist, damit operiert werden kann. Ich möchte mich noch nicht zu früh freuen, aber es ist tatsächlich durchaus möglich. Jetzt wird aber erst einmal noch ein MRT gemacht, um wirklich die genaue Größe und Position des Tumors zu bestimmen und dann wird wieder geschaut, wie es weitergehen wird. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf den Skiurlaubt, den ich dieses Mal leider nicht auf Skiern verbringen werde. Jedoch heißt es für mich, die frische Luft, den vielen Schnee und die Berge zu genießen und endlich mal wieder durchzuatmen und aufzutanken.
Alles zusammen gesehen, hat mein Jahr also wirklich sehr gut begonnen und deshalb wird es jetzt auch so weiter gehen, finde ich. Ob sich das dann wirklich erfüllt, werden wir sehen. Und in der Zeit, in der wir abwarten, unser Leben genießen und jeden Tag so bewusst leben, als wäre es unser letzter, werde ich euch auch dieses Jahr auf dem Laufenden halten und euch einen Einblick in mein Leben und meine Gedanken gewähren.

Kristin XO

Wunder geschehen

Hallo ihr Lieben,
heute ist der 1. Weihnachtstag und gerade hat die wunderschöne und besinnliche Zeit so richtig begonnen. Eine Zeit, auf die sich die Kinder schon ein ganzes Jahr freuen. Meistens stehen die Eltern Stunden in der Küche, um der Familie und den Freunden ein atemberaubendes Essen zu zaubern und die Straßen erstrahlen durch die vielen Lichterketten in einem warmen Licht.
Die Weihnachtszeit ist eine der stressigsten und gleichzeitig schönsten Zeiten im Jahr. Die Menschen werden verrückt, wenn es ums Geschenke oder Lebensmittel einkaufen geht und die Tage erscheinen einem viel zu kurz. Doch gleichzeitig kommen in der Zeit die Menschen zusammen, die sich wirklich am Herzen liegen. Es ist also egal, ob Weihnachten in einem großen Kreis oder vielleicht auch nur zu zweit gefeiert wird. Vielleicht werden bestimmte Traditionen verfolgt, zum Beispiel noch vor dem Essen und der Bescherung in die Kirche zu gehen oder den Abend gemütlich zu Hause zu beginnen. Jede Familie macht es also unterschiedlich und bringt in dieses Fest seinen eigenen Flair und seine Liebe mit ein.
Weihnachten ist aber auch eine gute Zeit, um Menschen zu zeigen, wie wichtig sie einem sind und das nicht mit Geschenken, sondern vielleicht einfach mit Worten und Gesten. Es ist eine Zeit, wo vielleicht falsch getroffene Entscheidungen oder Aussagen noch einmal überdacht und verziehen werden sollten. Manchmal reicht auch nur eine wahrhafte Entschuldigung. Die Weihnachtszeit ist eine Zeit, in der die größten Wunder auf Erden geschehen.
Also schnappt euch eure liebsten Menschen und habt auch die Menschen im Herzen, die vielleicht nicht bei euch sein können oder von oben auf euch herab schauen. Genießt mit ihnen das Fest der Liebe und die Wärme, die euch gegeben wird. Behaltet sie im Herzen und denkt mit einem Lächeln im Gesicht an diese Zeit zurück. Ich werde es auf jeden Fall tun und freue mich schon sehr diese Tage mit meiner riesigen Familie und den Menschen, die mir wichtig sind, zu verbringen.
Ihr seid alle in meinem Herzen und ich bin euch unheimlich dankbar, dass ihr für mich da seid. Ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten und dass jeder von euch ein kleines oder großes Wunder erlebt, dass eurer Leben verschönert. Fühlt euch alle von mir gedrückt!

Kristin XO

Es nimmt einfach kein Ende…

Hallo ihr Lieben,
manchmal passieren unterschiedliche Ereignisse im Leben und wenn dann endlich ein Ziel in Sicht ist, kommt ein neues Problem auf einen zu. Dabei stark zu bleiben fällt einem oft schwer, weil das Gefühl nicht geht, dass einfach kein Ende in Sicht ist.

Wie ihr euch vielleicht denken könnt, ist genau dieses Szenario bei mir eingetreten. Ich hatte gerade meine vorletzte Chemo gehabt und war wieder dabei mich von dieser zu erholen, als schon deutlich wurde, dass meine Nierenwerte, auch bekannt unter „Krea“, sich deutlich verschlechterten. Dazu muss gesagt werden, dass meine Nierenwerte schon bei den beiden Chemos davor eher schlecht waren. Allerdings konnte immer durch reichliches Spülen mit Kochsalzlösung (NaCl) etwas dagegen angesteuert werden. Dieses Mal waren meine Nierenwerte, die normalerweise bei Frauen ca. bei 1,1 liegen, bei ungefähr bei 2,8, wobei das viele Spülen dieses Mal leider auch keine Besserung zeigte. Mit einem so hohen Nierenwert ist keine weitere Chemo möglich, weil diese dadurch nicht mehr richtig abgebaut werden kann. Deshalb muss der Sache jetzt auf den Grund gegangen werden. Nach ein paar Untersuchungen wird bei mir jetzt am kommenden Freitag eine Nierenbiopsie gemacht, um herauszufinden, ob meine Nieren einen Knacks von der Chemo weghaben, ich vielleicht eine Entzündung in der Niere habe oder etwas ganz anderes nicht stimmt. Eigentlich war die Biopsie für Mittwoch (heute) geplant, meine Mutter und ich waren auch im UKE, nur hätte man leider nüchtern sein müssen, was uns aber niemand vorher gesagt hat… Super nervig! -.-
Ich habe ehrlich gesagt, keine Lust auf die Biopsie und habe auch ziemliche Angst davor. Es wird zwar alles betäubt und eigentlich wird bei der Biopsie auch nichts gespürt (außer es wird ein Nerv getroffen), aber bei der Vorstellung, dass eine Nadel ungefähr 7 cm in den Rücken gestochen wird, bezweifle ich irgendwie, dass ich wirklich keine Schmerzen habe und auch nichts spüren werde.
Anschließend muss ich vier Stunden auf einem Sandsack liegen, damit Nachblutungen verhindert werden und danach noch eine Nacht in der Uni-Klinik-Eppendorf verbringen. Die Ärzte wissen schon, was sie machen, aber irgendwie werde ich einfach mein komisches Gefühl im Bauch nicht los, wenn ich an die Biopsie denke. Was ist, wenn ich bleibende Schäden davontrage, wieder etwas heraus kommt, womit ich nicht gerechnet habe und es mich wieder zurückschlägt oder ich auch meine letzte Chemo nicht bekommen darf, die ich gefühlt wirklich nötig hätte. Auf der anderen Seite kann meine Niere vielleicht noch gerade gerettet werden oder es ist nichts Schlimmes und man hat sich vorher mal wieder zu viele Gedanken gemacht. Ich weiß nicht, was es sein könnte und das macht mir Angst. Ist es wieder ein Rückschlag, ist immer noch kein Ende in Sicht oder gerät mein geplanter Weg ins Wanken.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass einfach kein Ende in Sicht ist, wenn gerade etwas abgeschlossen wird, wie meine Chemotherapie, dann wird mir kurz vorher nochmal etwas Neues reingedrückt, mit dem ich mich wieder auseinandersetzen muss. Hat das irgendwann ein Ende? – Ich glaube ja, irgendwann schon, die Frage ist nur zu welchem Zeitpunkt. Wenn man allerdings die Perspektive wechselt, ist es auch gut, wenn es kein Ende gibt. Natürlich stirbt jeder Mensch auf der Erde irgendwann, aber noch ist mein Zeitpunkt nicht gekommen, weshalb ich jetzt probiere jeden Tag bewusst zu leben und zu genießen.“Es ist kein Ende in Sicht!!!“ Ich werde jetzt erstmal wieder Schritt für Schritt denken und unternehme schöne Sachen. Dieses Wochenende war ich mit meiner Schwester und ihrem Verlobten Felix (☺) an der Ostsee. Es war wirklich wunderschön und die beiden haben mich auf andere Gedanken gebracht. Nochmal danke, dass ich mitdurfte. Hab euch lieb. Jetzt heißt es aber erstmal bis Freitag weiter ablenken, die letzten Weihnachtsgeschenke besorgen und einfach die Weihnachtszeit genießen. Ich muss sagen mir geht es momentan wirklich gut. 🙂

Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit!

Kristin XO

Wie viel Kraft kann ein Mensch haben, wie viel Leid kann jemand ertragen?

Hallo ihr Lieben,
Ihr habt sicher alle schon von Poetry-Slams gehört. Ich habe mir schon öfters welche im Internet angehört und an meiner ehemaligen Uni waren Poetry-Slams auch nicht gerade selten. Sie sind oft sehr unterhaltsam, sprechen wichtige Themen an oder können einem häufig auch sehr nahe gehen. Ich hatte unter anderem die große Ehre eine Freundin, mit der ich früher Ballett getanzt habe, zu einem Text zu inspirieren, was mir sehr viel bedeutet. Sie heißt Julia Morgenbesser und hat mich mit ihrem Text zu Tränen gerührt. Der Text ist einfach fantastisch. Mir bedeutet es sehr viel, dass sich jemand tiefgreifend mit meinen Blog und generell mit dem Thema aus der Sicht einer nicht direkt Betroffenen auseinander gesetzt hat. Danke für den wunderschönen Text, der schon sehr viele Menschen berührt hat. ❤
Nun dürft ihr euch aber erstmal selber mitreißen lassen und euch natürlich eine eigene Meinung bilden! Julia freut sich bestimmt über ein paar Rückmeldungen und ich natürlich auch 🙂

Kristin XO

Ich frage mich: wie viel Kraft kann ein Mensch haben,
wie viel Leid kann jemand ertragen?
Ich höre Geschichten von Leuten die ihr Leben damit verbringen zu kämpfen,
die, Tag ein, Tag aus versuchen mit aller Macht ihre zugefügten Schmerzen zu dämpfen.
Ich kann mir nicht vorstellen wie es ist,
wenn du so fürchterlich krank bist,
dass du nicht weiß wie du dich aufrichten sollst, dass es dir nicht möglich ist aufrecht zu stehen,
wenn du selbst im Liegen Schmerzen hast und wie es ist immer die selbe Stelle im Krankenzimmer zu sehen.
Wie nur ist es möglich, dass diese Menschen ihren Mut nicht verlieren,
wie nur ist es möglich, dass sie mit so viel Mut in den Kampf gegen die Krankheit marschieren?
Ich spüre Bewunderung und Demut
Und irgendwie auch Traurigkeit und Wut,
dass die Welt so unfair sein kann, dass da draußen so viele sind,
den es nicht gut geht
und ich kann nur hoffen, dass da gerade jemand ist der den Kampf gewinnt
und wieder mit beiden Beinen fest im Leben steht.
Wenn ich daran denke, dass es tatsächlich diese Krankheiten gibt,
bei der sich die Welt auf den Kopf stellt und sich die Regel verschiebt,
bei der die Medikamente zu Nebenwirkungen führen, dass man denkt man wird kränker als vorher, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken und ich frag mich umso mehr,
wie viel Kraft kann ein Mensch haben,
wie viel Leid kann jemand ertragen?

Und ich denke daran, wie es wohl ist, dass man hört, dass man jetzt stark sein muss, dass man durchhält und das bis zum Schluss,
bis die Krankheit besiegt ist
und man bestenfalls die schlechten Tage immer mehr vergisst.

Man hört so viel von Kämpfen, Siegen, Durchhalten und Stark sein, doch ich bin sicher, das schafft man nicht allein.
Man braucht Menschen um einen die einen stützen und begleiten

Die mit dir gemeinsam diesen schwierigen Weg bestreiten.
Auch wenn es schrecklich sein muss, wenn man die Krankheit nicht nehmen kann, und man immer nur hofft, dass es irgendwann
besser wird
und das Leid aufhört!

Wenn man es nicht selber erlebt, ist es wohl kaum möglich die Situation in Gänze zu verstehen
Wirklich alle Aspekte dieser Krankheit und des Kampfes zu sehen.
Aber ich kann beten, hoffen und glauben,
dass eure Krankheit es nicht schafft, euren Lebensmut zu rauben,

dass ihr immer begleitet werdet und nie alleine seid
denn die liebenden Menschen tragen euch so weit,
bis ihr wieder auf eigenen Beinen steht
und mit einem Lächeln im Gesicht eurer Leben lebt.

Und ich muss nicht mehr Fragen,
wie viel Kraft kann ein Mensch haben,
wie viel Leid kann man ertragen,
denn ich sehe an euren Berichten wie viel Kraft ihr habt und wie viel Leid ihr ertragt,

und somit jeden Tag aufs Neue eurer Krankheit den Kampf ansagt!

Spontaner „Besuch“ in der Notaufnahme

Hallo ihr Lieben,
in die Notaufnahme eines jeden Krankenhauses kommen viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Problemen. Manche haben vielleicht jetzt in der kommenden Weihnachtszeit Bauchschmerzen vom zu viele Kekse und Süßigkeiten essen, andere haben sich vielleicht beim Tannenbaum sägen oder ein paar Tannenzweige abschneiden verletzt und dann gibt es natürlich auch viele weitere Verletzungen oder Gründe, warum eine Notaufnahme aufgesucht werden sollte. Ich dachte mir,dass es für mich auch mal wieder an der Zeit wäre dort vorbeizuschauen, immerhin war ich das letzte Mal vor 1 bis 1 1/2 Monaten da. 😉 Aber nun von vorne….

Am 9.11., einem Tag nach dem wir das wunderhübsche und atemberaubende Hochzeitskleid für meine Schwester ausgesucht haben, war es mal wieder Zeit für eine neue Chemo. Dieses Mal war es schon meine vorletzte Chemo und ich musste auch nur drei Tage stationär im Krankenhaus verbringen. Leider war wieder ein Teil von der doofen Chemo dabei, weshalb ich mich auch nicht mehr an den kompletten Samstag erinnern kann. Obwohl ich mich komischerweise noch daran erinnern kann, dass meine Mum und ich Sushi gegessen haben… Das Glückliche war für mich dadurch, dass ich am Sonntag schon wieder gehen durfte und so für mich gefühlt nur eine Nacht im Krankenhaus schlafen musste. Allerdings war ich nach der Chemo, die ich ganz in Ordnung vertragen habe, erkältet. Die Erkältung hatte ich leider aber auch schon vor der Chemo, aber die Ärzte hatten gesagt, dass dies kein Problem sein wird. Naja im Grunde war es für die Chemo auch kein Problem, aber ich kenne meine Erkältungen nun einmal persönlich am besten und weiß, dass noch ein dicker fetter Husten folgen wird, der natürlich auch kam.
Nach genau einer Woche habe ich dann am 18.11. Fieber bekommen, wodurch meine Mum und ich auf einem Sonntagnachmittag mal wieder in die oben erwähnte Notaufnahme vom UK-Eppendorf fahren mussten. 14 Beitrag Mama und Ich.JPGDort haben wir mal wieder 1-2 Stunden gewartet bis überhaupt etwas passiert ist. Nach dem Blutabnehmen, EKGs und ärztlichen Untersuchungen etc. habe ich dann endlich ein Zimmer in der Notaufnahme bekommen, wo ich leider auch eine Nacht verbringen musste. Am nächsten Tag war dann auch endlich ein Zimmer auf meiner Stadtion frei, wo ich auch bis letzten Samstag meine Zeitverbracht habe. Dort habe ich mich gelangweilt, das Fieber ausgeschlafen, etwas gespielt und meine Schwester oder auch mein Papa haben mich besucht. Außerdem hat meine super Mama mich jeden Tag mit dem besten Essen verwöhnt, ob es Ravioli waren, Burger mit Pommes, Bratnudeln oder selbst gemachtes Fruchtzwergeis. Zum Glück ist diesmal nichts Schlimmes passiert sowie die letzten Male, es muss ja auch nicht immer gleich etwas Spektakuläres passieren. So bleibe ich den Pflegern und Pflegerinnen auch mal positiv mit einer normalen Reaktion auf die Chemo beziehungsweise einer Erkältung in Erinnerung.
Mittlerweile geht es mir auch schon wieder viel besser und ich genieße meine freie Zeit, mache Sport zum Muskelaufbau und probiere momentan zu meditieren. Nächste Woche beginnt wohl meine letzte Chemo. Danach war es das (hoffentlich) mit Chemo und es muss weitergeschaut werden, ob operiert, bestrahlt,.… wird. Bis dahin hoffen wir mal, dass es vorübergehend erstmal mein letzter Besuch in der Notaufnahme war.
Ich wünsche euch einen schönen 1. Advent!

Kristin XO

Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen.

Hallo ihr Lieben,
oft ist es so, dass sich die Menschen, die Krebs haben, zurückziehen und anfangen in ihrer eigenen Welt zu leben. Es wird sich zurückgekrümelt, am liebsten wird der Tag im Bett verbracht, frische Luft gibt es nur selten häufig auf dem Weg zum Arzt und Ausgegangen wird nicht, weil einfach alle Leute einen anstarren und mitleidige Blicke zuwerfen. Aber muss da mitgemacht werden, wenn einer die Diagnose Krebs hat?

Am Anfang muss ich zugeben, dass ich schon dem Bild entsprochen habe, aber warum? Muss ich mich etwa dafür schämen, dass ich krank bin? Nein! Muss ich mich vor der Welt verstecken? Nein! Bin ich anders als die anderen? Nein, denn ich bin immer noch ich selbst. Aber warum tue ich es dann? Ich glaube, ich hatte einfach Angst, was die anderen Menschen von mir denken, wenn sie mich sehen. Ich habe eine Glatze mit mittlerweile circa 5mm langen Haaren und ich habe sehr viel abgenommen, weshalb ich mich oft in meiner Kleidung, die zu groß war, nicht mehr wohl gefühlt habe. Der größte Punkt war allerdings, dass ich mir selbst einfach Vieles nicht mehr zugetraut habe, weil ich einfach Angst hatte. Ich habe Einschränkungen, die ich vorher nicht hatte, aber sie hindern mich nicht daran weiterzuleben, denn ich bin immer noch ich. Deshalb probiere ich jetzt seit circa zwei Wochen mein Leben einfach zu leben, wie ich es vorher gemacht habe. Ich treffe mich viel öfters mit Freunden auch mal nicht zu Hause, fahre zu meinen Nichten oder sie besuchen mich, ich gehe endlich wieder feiern oder auch einfach mit meinen Freunden aus. 13 Beitrag CocktailsFahre für ein paar Tage in den Urlaub zum Beispiel mit meiner besten Freundin Vanessa, mit der ich zwei wunderschöne Tage in Scharbeutz im Bayside Hotel verbracht habe. Ich habe mir neue Kleidung gekauft, die mir wieder richtig passt, wodurch ich mich auch gleich viel wohler fühle. Manchmal gehe ich sogar ohne Mütze, Tuch oder Perücke raus, denn es wird mich sowieso jeder auf der Straße anschauen, dann kann ich auch ohne Kopfbedeckung raus und die Menschen ein bisschen Schocken und sie wieder auf den Boden der Tatsachen holen. Genauso wie ich den Menschen ins Gesicht sage, dass ich Krebs habe, wenn sie denn nachfragen, denn Mitleid ist das letzte, was ich gebrauchen kann. Außerdem möchte ich wieder probieren mit Ballett anzufangen, zwar erstmal bei den Erwachsenen, aber das ist mir egal. Hauptsache ich kann wieder ein bisschen tanzen, denn das hat mir sehr gefehlt. Was mich allerdings am meisten Stolz macht ist, dass ich endlich wieder Autofahren kann! Ich bin wieder etwas unabhängiger und kann jeder Zeit zu Freunden fahren und auch dann wieder nach Hause kommen, wann ich möchte. Mir persönlich hat meine Unabhängigkeit sehr gefehlt, aber jetzt habe ich sie ein Stück zurückgewonnen. All das kam nur dadurch, dass ich mich endlich wieder etwas getraut habe und die Menschen um mich herum ignoriere, die mir doof kommen und einfach zu mir selbst stehen, was auch schon zu 90% funktioniert.
Deshalb heißen meine neuen Mottos „Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen.“ und „Nur weil ich Krebs habe, heißt es nicht, dass mein Leben zu Ende ist.“.

Kristin XO